Mo, 11:32 Uhr
16.12.2024
Forderungen der IHK Erfurt an Landespolitik
Fachkräftesicherung muss gelingen
In einer Phase der politischen Neuordnung richtet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt einen dringenden Appell an die neue Landesregierung: Die Sicherung des Arbeits- und Fachkräftebedarfs muss zur zentralen Aufgabe werden, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts zu gewährleisten...
Angesichts dieser Situation verabschiedete die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt ein Papier mit konkreten Forderungen zur Fachkräftesicherung.
Die politischen Veränderungen in Thüringen bieten die Chance, eine zukunftsweisende Strategie zur Sicherung von Arbeits- und Fachkräften auf den Weg zu bringen. Das beginnt bei der Stärkung und Bündelung der beruflichen Orientierung und endet bei der Bindung hochtalentierter Fachkräfte in den Unternehmen. Nur mit dieser ganzheitlichen Betrachtung können wir dem Fachkräftemangel wirksam begegnen. Die Trennung der Ressorts Wirtschaft, Arbeit und Migration innerhalb der Landesregierung darf beispielsweise nicht dazu führen, dass die Sicherung und Gewinnung von Fach- und Arbeitskräften in den Zuständigkeiten einzelner Ministerien versandet, betont Dieter Bauhaus, Präsident der IHK Erfurt.
Das Positionspapier bietet eine fundierte Analyse der aktuellen Herausforderungen und praxisnahe Lösungsansätze, wie unter anderem:
Daneben wurden die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Erfurt aus dem Herbst 2024 in die inhaltliche Ausarbeitung des Forderungspapiers einbezogen und unterstreichen die Dringlichkeit dieser Maßnahmen: Mehr als die Hälfte der Unternehmen (57 %) gab darin an, dass Arbeitsplätze langfristig nicht besetzt werden können. Durchschnittlich bleiben 5,4 Stellen pro Unternehmen unbesetzt. Der Arbeits- und Fachkräftemangel gehört weiterhin zu den fünf größten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung.
Das verabschiedete Positionspapier wird in den kommenden Wochen aktiv genutzt, um mit politischen Akteuren in den Dialog zu treten. Wir möchten nicht nur die Probleme aufzeigen, sondern gemeinsam mit der Politik tragfähige Lösungen erarbeiten, erklärt Bauhaus. Die neue Landesregierung hat jetzt die Gelegenheit, Thüringen als Standort mit attraktiven Perspektiven für Arbeits- und Fachkräfte sowie für Unternehmen zu positionieren.
Autor: redAngesichts dieser Situation verabschiedete die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt ein Papier mit konkreten Forderungen zur Fachkräftesicherung.
Die politischen Veränderungen in Thüringen bieten die Chance, eine zukunftsweisende Strategie zur Sicherung von Arbeits- und Fachkräften auf den Weg zu bringen. Das beginnt bei der Stärkung und Bündelung der beruflichen Orientierung und endet bei der Bindung hochtalentierter Fachkräfte in den Unternehmen. Nur mit dieser ganzheitlichen Betrachtung können wir dem Fachkräftemangel wirksam begegnen. Die Trennung der Ressorts Wirtschaft, Arbeit und Migration innerhalb der Landesregierung darf beispielsweise nicht dazu führen, dass die Sicherung und Gewinnung von Fach- und Arbeitskräften in den Zuständigkeiten einzelner Ministerien versandet, betont Dieter Bauhaus, Präsident der IHK Erfurt.
Das Positionspapier bietet eine fundierte Analyse der aktuellen Herausforderungen und praxisnahe Lösungsansätze, wie unter anderem:
- Berufsorientierung modernisieren: Die Ausbildungsstartkompetenz von Jugendlichen soll durch gemeinsame Lernangebote bis zur 8. Klasse und den Ausbau von Gesamt- und Gemeinschaftsschulen gestärkt werden.
- Praktikumsprämien ausweiten: Die Einführung einer Prämie für alle Berufe und Branchen, statt wie bisher nur für das Handwerk, könnte die Attraktivität von Ausbildungsberufen steigern.
- Anreize für Arbeitsaufnahme erhöhen: Unternehmen fordern stärkere Impulse für die Aufnahme von Beschäftigung und eine Anpassung der Mitwirkungspflichten für Arbeitslose.
- Effektive Nutzung von Zuwanderung: Bewährte Strukturen für die Integration ausländischer Fachkräfte sollen gestärkt und die Wirksamkeit bestehender Projekte überprüft werden.
Daneben wurden die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Erfurt aus dem Herbst 2024 in die inhaltliche Ausarbeitung des Forderungspapiers einbezogen und unterstreichen die Dringlichkeit dieser Maßnahmen: Mehr als die Hälfte der Unternehmen (57 %) gab darin an, dass Arbeitsplätze langfristig nicht besetzt werden können. Durchschnittlich bleiben 5,4 Stellen pro Unternehmen unbesetzt. Der Arbeits- und Fachkräftemangel gehört weiterhin zu den fünf größten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung.
Das verabschiedete Positionspapier wird in den kommenden Wochen aktiv genutzt, um mit politischen Akteuren in den Dialog zu treten. Wir möchten nicht nur die Probleme aufzeigen, sondern gemeinsam mit der Politik tragfähige Lösungen erarbeiten, erklärt Bauhaus. Die neue Landesregierung hat jetzt die Gelegenheit, Thüringen als Standort mit attraktiven Perspektiven für Arbeits- und Fachkräfte sowie für Unternehmen zu positionieren.