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Di, 18:21 Uhr
11.06.2024
Unfaire Subventionen:

Firmen entlassen wegen China-Konkurrenz

Rund die Hälfte der deutschen Industriefirmen reagiert auf die zunehmende China-Konkurrenz mit Entlassungen, zeigt eine repräsentative Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Das Gros der befragten Firmen verweist auf unfaire Subventionen – und befürwortet Handelsschutzmaßnahmen...


„Made in China“, das galt mal als Label für billige, einfach produzierte Waren. Heute ist das anders: Mehr als jedes zweite deutsche Unternehmen mit Konkurrenz aus China sieht darin eine große oder eher große Herausforderung. Das zeigt eine neue repräsentative Befragung im Rahmen des IW-Zukunftspanels, für die die Wissenschaftler im März und April fast 900 Industrieunternehmen und industrienahe Dienstleister befragt haben.

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Der Umfrage zufolge steht jedes vierte Unternehmen auf seinen Märkten im direkten Wettbewerb mit chinesischen Konkurrenten. Hier die zentralen Ergebnisse für diese Firmen:

Besonders betroffen ist das Produzierende Gewerbe, rund zwei Drittel der Industriefirmen sehen die Konkurrenz aus China als große oder eher große Herausforderung. Besonders frappierend: Selbst unter den besonders innovativen Firmen liegt dieser Anteil bei knapp 61 Prozent.

Vor allem bei den chinesischen Niedrigpreisen können die deutschen Firmen oft nicht mehr mithalten. Jedes zweite Unternehmen berichtet davon, dass chinesische Konkurrenten die eigenen Preise um mehr als 20 Prozent unterbieten. Bei fast der Hälfte der Industrieunternehmen sind es sogar Preisunterbietungen von mehr als 30 Prozent.

Zwar werden die chinesischen Unternehmen durchaus als innovativ eingeschätzt, doch hinter den niedrigen Preisen dürften auch harte politische Interessen stehen: Rund 60 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass die chinesische Regierung den Wettbewerb durch unfaire Subventionen verzerrt.
Etwa drei von vier Firmen mit China-Wettbewerb im Produzierenden Gewerbe verlieren deshalb Marktanteile.

Fast jedes zweite greift deshalb zu Entlassungen, nahezu jedes dritte zu Auslandsverlagerungen. Das hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Die Industriefirmen, die mit Entlassungen reagieren, repräsentieren knapp 19 Prozent der fast 11 Millionen Arbeitsplätze im Produzierenden Gewerbe. Im Verarbeitenden Gewerbe, dem Kern der Industrie, sind es sogar 23 Prozent von 7,5 Millionen Erwerbstätigen.

Unternehmen befürworten Strafzölle
Auch deshalb sprechen sich die Unternehmen deutlich für Handelsschutzmaßnahmen aus. Über 80 Prozent aller befragten Firmen halten Strafzölle auf chinesische E-Autos für mindestens teilweise gerechtfertigt – gegeben, dass China tatsächlich auf unlautere Weise subventioniert. Dagegen sprechen sich nicht einmal sieben Prozent aus. Auch den Vorschlag, den Transfer von Technologien zu unterbinden, die China für sein Militär nutzen könnte, befürworten 76 Prozent der Firmen ganz oder teilweise – und das, obwohl sie darauf aufmerksam gemacht wurden, dass dieser Schritt die unternehmerische Freiheit deutlich einschränken würde.

„China spielt beim Handel schon seit Jahren kein faires Spiel“, sagt IW-Chinaexperte Jürgen Matthes. Deutschland und die EU dürften sich nicht einreden lassen, dass sie Protektionismus betreiben, während sie tatsächlich regelkonforme Handelsschutzinstrumente nutzen. „Es geht vielmehr darum, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Die EU darf die chinesische Subventionspolitik nicht tatenlos hinnehmen, sonst gefährdet sie das Überleben vieler eigentlich profitabler Firmen hierzulande“, sagt Matthes.

Die Studie finden Sie hier .
Autor: psg

Kommentare
Echter-Nordhaeuser
11.06.2024, 18.38 Uhr
Firmen entlassen wegen China-Konkurrenz
Auch dieses Szenario haben wir unserer aller besten Ampel zuzuschreiben.
Anmerkung techn. Support:
Wollen wir das mit dem »meiner Meinung nach« mal zusammen üben?
Kobold2
11.06.2024, 20.06 Uhr
Seit Jahren
Kein faires Spiel..... Ja für die Erkenntnis braucht man nun wahrlich keine hohe Bildung.
Ich kenne Messen, in Deutschland, bei denen chinesische Firmen wegen dreister Kopien ihren Stand schließen durften.
Die Erkenntnis, das der Schuss mal nach hinten los geht, ist ebenso seit Jahren, bei vielen ausgeblieben.
Tinki
11.06.2024, 21.22 Uhr
Strafzölle könnte etwas nutzen
Jedoch würde auch schon helfen, wenn Deutschland die Milliarden Euro"Aufbauzahlungen" an China endlich einstellen würde!
Wenn Firmen ihre "Werkbank" im Ausland aufstellen, weil dort nicht nur die Personalkosten, sondern auch die Energiekosten günstiger sind, dann hat Deutschland bald auch kein Fachkräftemangel mehr. Gebaut wird auch kaum noch, weil die Kosten gestiegen sind, auch da gibt es Fachkräfteüberschuss. Also bedeutet es für Deutschland, kein Fachkräftemangel, grüne Energiegewinnung kann so weiter unwirtschaftlich gewonnen werden und die Asylpolitik muss schnellstes den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Am Ende alles gut! ;):):)
KeinKreisverkehr
12.06.2024, 07.54 Uhr
Also nach einer 1 minütigen Google Suche
konnte ich bereits sehen, dass Deutschland seit 2010 keine Entwicklungshilfe an China zahlt....
Leser X
12.06.2024, 10.03 Uhr
Ja und weiter?
Soll die böse Regierung in China vielleicht die Rahmenbedingungen in Deutschland verbessern? Sie sind eben besser, weil "wir" so schlecht sind. Eigentlich kein Grund zur Hetze. Viel mehr sollte es ein Anreiz für unsere Politiker sein, ihre Hausaufgaben .zu machen. Und nicht Kriege mitzufinanzieren. Deutschland hat seinen Weg in die weltwirtschaftlich Bedeutungslosigkeit aus eigenem bzw. fremdgesteuerten Antrieb gewählt. Dummheit wird auf dem Markt der Weltwirtschaft recht zeitnah bestraft
Paulinchen
12.06.2024, 10.11 Uhr
Weshalb zahlen wir...
... eigentlich Entwicklungshilfegelder an China. (80.000.000€)?

Jetzt kommt raus, dass dort nur ein verlassene Hühnerstall steht....

Wäre es nicht besser, Deutschland löst das Entwicklungsministerium auf und spart für die eigene Wirtschaft 33 Milliarden Euro? Ganz abgesehen von den Unterhaltskosten dieses Hauses.

Deutschland wird demnächst ein Entwicklungsland werden, so die Worte eines Börsenchefs. Aber für die inzwischen zweifelhafte Regierung kein Grund etwas zu ändern. War da nicht mal der Satz vom noch Kanzler zu hören, dass es ein weiterso mit ihm nicht mehr gibt....?
China läuft uns inzwischen in fast allen Bereichen den Rang ab. Wo bleiben denn jetzt die Aufpralltests von den namhaften Automobil Clubs, mit den unzähligen Chinaautos, um die dtsch. Kunden vom Kauf abzuhalten? Oder haben die Chinesen längst unsere Standards abgekupfert?
Wer glaubt, dass China nicht auf der Höhe der Zeit ist, dem sei gesagt, China baut in Russland unsere europäischen Autos, auf den dort, von uns Europäern verlassenen Bändern. Und der Grüne Hofreiter träumt vom weniger werdenden Geld in Putins Geldbeutel.

Ich bin kein Sympathiesant der AfD, aber - sie amüsiert mich stetig aufs Neue. Sie treibt die Volksparteien vor sich her und muss ausser ein paar Sprüchen nichts machen. Die anderen Parteien bezichtigen die AfD mit all ihren Kräften, als Nazipartei und verschleissen sich dabei.
Leider vergessen die Volksparteien dann ihre eigentlichen. Aufgaben, für das Volk eine ordentliche Politik zu MACHEN! Schon schlimm, dass das auch die Jugend es so an der Wahlurne honoriert hat. Ist unser Deutschland wirklich ein hoffnungsloser Fall geworden? Was muss noch geschehen, damit wir uns eine neue und pflichtbewusste Regierung frei von jeglicher grünen Farbe wählen können? Selbst die Freunde über dem großen Teich, machen die Grünen für das Desaster der Wahl verantwortlich. Wollen wir wirklich der AfD, Deutschland auf dem silbernen Tablett servieren? Haben wir in der Tat, keine Brandts, Schmidts, Strauss ' und andere kluge Politiker mehr? (Es müssen ja keine "Oberlehrer" sein!) Aber welche, die das Schiff Deutschland wieder auf den richtigen Kurs bringen.
Das wäre mein Wunsch.
Real Human
12.06.2024, 13.17 Uhr
Sie sind eben „besser“, weil „wir“ so schwache Ausbeuter haben!
„Unabhängige Gewerkschaften sind in China verboten. Sie werden unterdrückt, ihre Funktionäre inhaftiert. Das Gewerkschaftsgesetz von 1992 untersagt die Gründung von Gewerkschaften, die von den Behörden und der regierenden Partei unabhängig sind.

Das Gesetz sieht ein Gewerkschaftsmonopol vor. Der einzig legale Dachverband ist der Allchinesische Gewerkschaftsbund (ACGB). Er ist Teil des Apparats der regierenden Partei, deren Politik er umzusetzen hat. In dem Gesetz heißt es, dass es auf jeder Organisationsebene lediglich eine Gewerkschaft geben darf. Alle Gewerkschaften müssen vom ACGB gebilligt werden und seiner Führung unterstehen.

Das Gesetz definiert die Ziele der Gewerkschaften:
• die Arbeit regeln mit Blick auf Verbesserung der Arbeitsproduktivität und der wirtschaftlichen Effizienz
• aktive Rolle bei der sozialistischen Modernisierung; unter Federführung der KP China
• im Konfliktfall Vermittler zwischen Beschäftigten und Betriebsleistung“
Das steht so auf der Webseite der IG Metall Wolfsburg

[Zu wessen Gunsten solche „Vermittlungen“ ausgehen weiß noch jeder „gelernte DDR.Bürger“ – ha, ha ha! Und eine „Aktennotiz“ gab’s danach sowieso.]
Und schlimmer ging's schon immer:

„Quelle wurde verstärkt im Jahr 2012 vorgeworfen, nicht nur von den Dumpinglöhnen in der DDR Profit gemacht zu haben. Zwangsarbeiter aus den DDR-Gefängnissen sollen Opferverbänden zufolge an der Herstellung von Produkten für Quelle beteiligt gewesen sein. Auch andere westliche Firmen wie AEG, Karstadt, Neckermann und Ikea mussten sich diesem Vorwurf stellen.“ (Quelle: "Zwangsarbeit" in der DDR Westwaren aus dem Ostknast, mdr, de)

Schlussfolgerung:

Demokratien, die mit Diktaturen mehr Handel als gerade unbedingt nötig betreiben, schädigen sich so sehr, dass sie am Ende ihren inneren Feinden zum Opfer fallen. Aber auch einem Teil der AfDi's und Russenknechtlis könnte schließlich noch „die Kinnlade herunterfallen“! Oder?
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