Fr, 10:49 Uhr
02.08.2019
Integration auf hohem Niveau
Integration beim Fußball in Mühlhausen auf gutem Niveau
Seit ca. 4 Jahren haben zahlreiche Migrantinnen und Migranten in Mühlhausen/Thüringen eine neue Heimat gefunden. War für sie zu Beginn alles noch Neuland, sind viele Familien inzwischen angekommen und integrieren sich in die Gesellschaft.
Eine wichtige Säule dabei ist der Fußballsport in der Kreisstadt und Umgebung, bei welchem die Aktiven in einem guten sozialen Umfeld einer sinnvollen sportlichen Betätigung nachgehen. Der Kreissportbund Unstrut-Hainich e.V. betreut in Person von Markus Fromm als Integrationsbeauftragten die Sportvereine, welche ausländische Sportfreunde aufgenommen haben.
Es zeigt sich, dass der Fußball auch auf lokaler Ebene zunehmend international wird, so wie es im Profisport seit Jahrzehnten gang und gäbe ist. Beim Fußball ist die Schwelle zwischen deutschen und zugewanderten Sportlern niedrig, man kann problemlos aufeinander zugehen und gegenseitig voneinander lernen.
Sicherlich entstehen durch die verschiedenen Mentalitäten auch Konflikte, was aber für alle Beteiligten ein Prozess für mehr Verständnis und gegenseitigen Respekt bedeutet. In den Mühlhäuser Sportvereinen klappt das inzwischen sehr gut und es finden regelmäßig Punktspiele oder Turniere statt, bei denen Geflüchtete und Menschen mit Asyl ganz selbstverständlich mitspielen.
Dafür war unlängst der alljährliche Tavernencup der Freizeitmannschaft Töngis Taverne, welche die Registrierung als eingetragenen Verein anstrebt, ein gutes Beispiel. Neben dem Cafe International war ein afghanisches Team dabei, von welchem einige Spieler Punktspiele bei der SG Ammern oder bei verschiedenen Erfurter Vereinen bestreiten.
Auch das Team vom frisch gegründeten Mühlhäuser Sportverein 2019 war international besetzt. Der MSV 19 hatte in der Vorwoche selbst ein Freizeit-Turnier organisiert, bei welchem zwei Mannschaften der AWO teilnahmen, in welchen Kicker verschiedener Herkunftsländer dabei waren. Im Spielbetrieb des MSV finden sich zudem einige Sportfreunde mit Wurzeln auf dem Balkan. Der Vereinsvorsitzende Stefan Gräbedünkel sieht dies als richtigen Weg an: Wir kennen die Jungs aus verschiedenen gastronomischen Einrichtungen. Beim gemeinsamen Fußballspiel wollen wir mit ihnen in den Austausch kommen. Wir können bei jeder gemeinsamen Aktivität etwas von den jeweiligen Kulturen aufnehmen und sprachliche Barrieren abbauen. Die Integration hat bei uns hohe Priorität.
Das sieht auch Gerhard Döring so. Er ist Trainer der B-Jugend-Mannschaft des SV 1899 Mühlhausen, Stützpunktverein im Programm Integration durch Sport: Durch den guten Draht zum Kreissportbund konnten wir über verschiedene soziale Einrichtungen neue Spieler für unsere Mannschaft gewinnen. Die afghanischen Jungs sind zwar ab und zu etwas heißblütig, sie merken aber schnell, dass sie sich im Team anpassen müssen und lernen dadurch gewisse Werte, die in Deutschland notwendig sind. Es macht Spaß, die Jugendlichen zu betreuen und ihren Weg zu begleiten. Fußball ist ein super Faktor für die Integration!
Dafür steht in der Region vordergründig auch der FC Union Mühlhausen. Ca. 40 Mitglieder mit Migrationshintergrund hat der Stützpunktverein in seinen zahlreichen Jugendmannschaften und im Erwachsenen Alter aufgenommen, so dass sie mehrmals wöchentlich im Freizeitbereich mit deutschen Jugendlichen und Freunden in Kontakt sind.
Insgesamt zeigt sich, dass die Integrationsarbeit der Fußballvereine im Unstrut-Hainich-Kreis Früchte trägt. Regelmäßige Sportveranstaltungen tragen dazu bei, dass sich die Migranten mitgenommen und nicht ausgeschlossen fühlen. Die Anpassung an die deutsche Sprache und Kultur findet dabei ganz automatisch statt. Für die Vereine selber ist es zudem ein Zugewinn an Weltoffenheit und Toleranz, was bekanntlich die Leitbilder der großen Fußballverbände sind.
Autor: redSeit ca. 4 Jahren haben zahlreiche Migrantinnen und Migranten in Mühlhausen/Thüringen eine neue Heimat gefunden. War für sie zu Beginn alles noch Neuland, sind viele Familien inzwischen angekommen und integrieren sich in die Gesellschaft.
Eine wichtige Säule dabei ist der Fußballsport in der Kreisstadt und Umgebung, bei welchem die Aktiven in einem guten sozialen Umfeld einer sinnvollen sportlichen Betätigung nachgehen. Der Kreissportbund Unstrut-Hainich e.V. betreut in Person von Markus Fromm als Integrationsbeauftragten die Sportvereine, welche ausländische Sportfreunde aufgenommen haben.
Es zeigt sich, dass der Fußball auch auf lokaler Ebene zunehmend international wird, so wie es im Profisport seit Jahrzehnten gang und gäbe ist. Beim Fußball ist die Schwelle zwischen deutschen und zugewanderten Sportlern niedrig, man kann problemlos aufeinander zugehen und gegenseitig voneinander lernen.
Sicherlich entstehen durch die verschiedenen Mentalitäten auch Konflikte, was aber für alle Beteiligten ein Prozess für mehr Verständnis und gegenseitigen Respekt bedeutet. In den Mühlhäuser Sportvereinen klappt das inzwischen sehr gut und es finden regelmäßig Punktspiele oder Turniere statt, bei denen Geflüchtete und Menschen mit Asyl ganz selbstverständlich mitspielen.
Dafür war unlängst der alljährliche Tavernencup der Freizeitmannschaft Töngis Taverne, welche die Registrierung als eingetragenen Verein anstrebt, ein gutes Beispiel. Neben dem Cafe International war ein afghanisches Team dabei, von welchem einige Spieler Punktspiele bei der SG Ammern oder bei verschiedenen Erfurter Vereinen bestreiten.
Auch das Team vom frisch gegründeten Mühlhäuser Sportverein 2019 war international besetzt. Der MSV 19 hatte in der Vorwoche selbst ein Freizeit-Turnier organisiert, bei welchem zwei Mannschaften der AWO teilnahmen, in welchen Kicker verschiedener Herkunftsländer dabei waren. Im Spielbetrieb des MSV finden sich zudem einige Sportfreunde mit Wurzeln auf dem Balkan. Der Vereinsvorsitzende Stefan Gräbedünkel sieht dies als richtigen Weg an: Wir kennen die Jungs aus verschiedenen gastronomischen Einrichtungen. Beim gemeinsamen Fußballspiel wollen wir mit ihnen in den Austausch kommen. Wir können bei jeder gemeinsamen Aktivität etwas von den jeweiligen Kulturen aufnehmen und sprachliche Barrieren abbauen. Die Integration hat bei uns hohe Priorität.
Das sieht auch Gerhard Döring so. Er ist Trainer der B-Jugend-Mannschaft des SV 1899 Mühlhausen, Stützpunktverein im Programm Integration durch Sport: Durch den guten Draht zum Kreissportbund konnten wir über verschiedene soziale Einrichtungen neue Spieler für unsere Mannschaft gewinnen. Die afghanischen Jungs sind zwar ab und zu etwas heißblütig, sie merken aber schnell, dass sie sich im Team anpassen müssen und lernen dadurch gewisse Werte, die in Deutschland notwendig sind. Es macht Spaß, die Jugendlichen zu betreuen und ihren Weg zu begleiten. Fußball ist ein super Faktor für die Integration!
Dafür steht in der Region vordergründig auch der FC Union Mühlhausen. Ca. 40 Mitglieder mit Migrationshintergrund hat der Stützpunktverein in seinen zahlreichen Jugendmannschaften und im Erwachsenen Alter aufgenommen, so dass sie mehrmals wöchentlich im Freizeitbereich mit deutschen Jugendlichen und Freunden in Kontakt sind.
Insgesamt zeigt sich, dass die Integrationsarbeit der Fußballvereine im Unstrut-Hainich-Kreis Früchte trägt. Regelmäßige Sportveranstaltungen tragen dazu bei, dass sich die Migranten mitgenommen und nicht ausgeschlossen fühlen. Die Anpassung an die deutsche Sprache und Kultur findet dabei ganz automatisch statt. Für die Vereine selber ist es zudem ein Zugewinn an Weltoffenheit und Toleranz, was bekanntlich die Leitbilder der großen Fußballverbände sind.

