Mo, 21:57 Uhr
15.06.2015
Sommerkonzert des Collegium musicum am Sonntag
Das Collegium musicum hat für dieses Konzert am Sonntag, dem 21. Juni, 15 Uhr im Friederikenschlösschen Bad Langensalza ein abwechelungsreiches Programm erarbeitet.
Zu Beginn erklingt ein Konzert G-Dur für Blockflöte mit Begleitung des Streichorchesters. Der sonst kaum bekannte Komponist Anton Heberle lebte in Wien und schrieb das Werk bald nach 1800 für ein kurioses Instrument, den Czakan. Obwohl die Blockflöte längst aus der Mode gekommen war, lebte sie in einem Teil eines Spazierstockes, in den das Blasinstrument integriert war, noch einige Zeit weiter. Natürlich benutzt unser Flötist ein normales Instrument, auf dem die virtuose Solostimme erklingen kann.
Danach wird das Programm mit gänzlich anderer Musik fortgesetzt. Es erklingen einige Klezmer-Stücke. Hierbei handelt es sich um die traditionelle Musik der jiddischsprachigen Juden Osteuropas, die vor allem bei Hochzeiten und anderen Festen erklang, und in der sich regionale Volksmusiktraditionen mit jüdischem Volksliedgut und Elementen des Synagogengesanges vermischten.
Weiterhin spielen wir einige Ragtime-Stücke des farbigen Amerikaners Scott Joplin (1867-1917). In diesem Stil, als deren Vollender der Komponist angesehen wird, kommt es zur Vermischung von afroamerikanischer und europäischer Musiktradition, die eine starke Synkopierung der Melodiestimme über der regelmäßigen Akzentuierung in der Begleitung aufweist. Schließlich erklingt die Bearbeitung einer englischen Melodie aus der Volksmusiktradition.
Es gibt wohl nur wenige Menschen, die nicht das Abendlied Der Mond ist aufgegangen kennen. Matthias Claudius hat den Text 1779 gedichtet und von dem Musiklehrer Johann Abraham Peter Schulz stammt die Melodie aus dessen Sammlung Lieder im Volkston des Jahres 1790. Mit diesem Lied soll in verschiedenen Bearbeitungen an den 200. Todestag des Wandsbecker Boten erinnert werden.
Die Mitglieder des Collegium musicum laden alle Musikfreunde sehr herzlich ein. Der Eintritt ist wie immer frei.
Autor: redZu Beginn erklingt ein Konzert G-Dur für Blockflöte mit Begleitung des Streichorchesters. Der sonst kaum bekannte Komponist Anton Heberle lebte in Wien und schrieb das Werk bald nach 1800 für ein kurioses Instrument, den Czakan. Obwohl die Blockflöte längst aus der Mode gekommen war, lebte sie in einem Teil eines Spazierstockes, in den das Blasinstrument integriert war, noch einige Zeit weiter. Natürlich benutzt unser Flötist ein normales Instrument, auf dem die virtuose Solostimme erklingen kann.
Danach wird das Programm mit gänzlich anderer Musik fortgesetzt. Es erklingen einige Klezmer-Stücke. Hierbei handelt es sich um die traditionelle Musik der jiddischsprachigen Juden Osteuropas, die vor allem bei Hochzeiten und anderen Festen erklang, und in der sich regionale Volksmusiktraditionen mit jüdischem Volksliedgut und Elementen des Synagogengesanges vermischten.
Weiterhin spielen wir einige Ragtime-Stücke des farbigen Amerikaners Scott Joplin (1867-1917). In diesem Stil, als deren Vollender der Komponist angesehen wird, kommt es zur Vermischung von afroamerikanischer und europäischer Musiktradition, die eine starke Synkopierung der Melodiestimme über der regelmäßigen Akzentuierung in der Begleitung aufweist. Schließlich erklingt die Bearbeitung einer englischen Melodie aus der Volksmusiktradition.
Es gibt wohl nur wenige Menschen, die nicht das Abendlied Der Mond ist aufgegangen kennen. Matthias Claudius hat den Text 1779 gedichtet und von dem Musiklehrer Johann Abraham Peter Schulz stammt die Melodie aus dessen Sammlung Lieder im Volkston des Jahres 1790. Mit diesem Lied soll in verschiedenen Bearbeitungen an den 200. Todestag des Wandsbecker Boten erinnert werden.
Die Mitglieder des Collegium musicum laden alle Musikfreunde sehr herzlich ein. Der Eintritt ist wie immer frei.