Fr, 09:11 Uhr
05.06.2015
In Ton gebrannte Zeugnisse unserer Vorfahren
Erst vor Kurzem wurden die neuen museumspädagogischen Stationen in der Dauerausstellung des Bereichs Archäologie eröffnet, schon präsentieren die Mühlhäuser Museen am kommenden Donnerstag eine neue Sonderausstellung im Kulturhistorischen Museum mit besonderen archäologischen Fundstücken.
Jungsteinzeitliche Keramikfunde aus der Unstrut-Hainich-Region. (Foto: Foto: Tino Sieland, © Mühlhäuser Museen )
Es werden Keramikgefäße aus der Jungsteinzeit vorgestellt, anhand derer elf verschiedene Kulturen frühbäuerlicher Gemeinschaften in der heutigen Unstrut-Hainich-Region nachgewiesen werden konnten. Andere materielle Hinterlassenschaften aus dieser Zeit sind kaum zu finden, meist haben sie sich im Boden aufgelöst oder wurden bei der Nutzung des Bodens zerstört. Aufgrund ihres festen Brandes hat sich Gefäßkeramik hingegen gut erhalten und gehört daher zu den besonders wichtigen Fundstücken.
Da sich Form und Dekor im Laufe der Zeit wandelten, wurden sie von der Forschung schon früh zur Bestimmung von archäologischen Kulturen genutzt. Ganze Gefäße, oft aber auch nur Scherben, dokumentieren mit ihrer charakteristischen Form und Verzierung die typologische Entwicklung und räumliche Verteilung der frühen Bauern in dieser über 3000 Jahre währenden Periode. Sie zeigen sozusagen In Ton gebrannte Zeit.
Neben einer chronologischen Eingliederung der bäuerlichen Kulturen erfahren Besucher auch etwas zu den Techniken und Bräuchen der Menschen in der Jungsteinzeit. Junge Museumsbesucher können sich außerdem selbst als Archäologen an einer Ausgrabung ausprobieren. Viele weitere Mitmach-Stationen laden zum Erforschen und Ausprobieren ein.
Die Ausstellung wird am Donnerstag, 11. Juni, 19.30 Uhr eröffnet und ist bis zum 11. Oktober 2015 zu sehen.
Das Kulturhistorische Museum ist dienstags bis sonntags jeweils von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.
A. Weißbrich
Autor: red
Jungsteinzeitliche Keramikfunde aus der Unstrut-Hainich-Region. (Foto: Foto: Tino Sieland, © Mühlhäuser Museen )
Da sich Form und Dekor im Laufe der Zeit wandelten, wurden sie von der Forschung schon früh zur Bestimmung von archäologischen Kulturen genutzt. Ganze Gefäße, oft aber auch nur Scherben, dokumentieren mit ihrer charakteristischen Form und Verzierung die typologische Entwicklung und räumliche Verteilung der frühen Bauern in dieser über 3000 Jahre währenden Periode. Sie zeigen sozusagen In Ton gebrannte Zeit.
Neben einer chronologischen Eingliederung der bäuerlichen Kulturen erfahren Besucher auch etwas zu den Techniken und Bräuchen der Menschen in der Jungsteinzeit. Junge Museumsbesucher können sich außerdem selbst als Archäologen an einer Ausgrabung ausprobieren. Viele weitere Mitmach-Stationen laden zum Erforschen und Ausprobieren ein.
Die Ausstellung wird am Donnerstag, 11. Juni, 19.30 Uhr eröffnet und ist bis zum 11. Oktober 2015 zu sehen.
Das Kulturhistorische Museum ist dienstags bis sonntags jeweils von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.
A. Weißbrich