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Fr, 17:39 Uhr
08.05.2015

Arbeitslosigkeit geht nur langsam zurück

Die Zahl der arbeitslosen alleinerziehenden Mütter und Väter im Bereich der Agentur für Arbeit Gotha ist in den letzten fünf Jahren um ein Viertel zurückgegangen. So waren im Jahr 2014 durchschnittlich 1.044 Alleinerziehende arbeitslos, 408 weniger als vor fünf Jahren. Kopf der Ein-Eltern-Familie sind fast ausschließlich Mütter.

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Über 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen. „Mit Blick auf den Muttertag ist es wichtig, auf diese Belastung alleinerziehender Frauen hinzuweisen“ sagt Ina Benda, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gotha.

Etwas mehr als die Hälfte der arbeitslosen Alleinerziehenden ist jünger als 35 Jahre. Zudem besitzen drei von vier eine abgeschlossene Berufsausbildung. „Trotz der guten Voraussetzung einer abgeschlossenen Berufsausbildung fällt es Alleinerziehenden schwerer einen neuen Job zu finden. Hier müssen Familie und Beruf in Einklang gebracht werden. Die Alleinerziehenden sind motiviert und zeigen durch die Erziehung, dass sie gut organisiert sind. Dieses Fachkräftepotential sollten sich die Unternehmen noch stärker erschließen. Durch eine familienorientierten Personalpolitik im Unternehmen kann dies gelingen“, betonte Ina Benad.

Die meisten Alleinerziehenden werden von den Jobcentern betreut. Dort sind auch jene Familien gemeldet, bei denen etwa das erzielte Erwerbseinkommen zum Lebensunterhalt nicht ausreicht. Im Dezember 2014 gab es im Agenturbezirk 2409 Bedarfsgemeinschaften mit alleinerziehendem Familienoberhaupt. Etwa zwei Drittel der Alleinerziehenden leben mit einem Kind unter 18 Jahren, jede zehnte Alleinerziehende hat 3 oder mehr Kinder zu betreuen.

Gerade Frauen suchen häufig Jobs im Handel, der Gastronomie oder anderen Dienstleistungsbranchen. „In diesen Bereichen gelten aber häufig Arbeitszeiten am Abend oder Wochenende bzw. in Schichten. Die größte Hürde auf dem Arbeitsmarkt ist für Alleinerziehende deshalb nach wie vor die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wenig flexible Arbeitszeiten und häufig nur auf den Tag begrenzte Betreuungszeiten in den Kindertagesstätten erschweren gerade alleinerziehenden Müttern zu häufig den Zugang zum Arbeitsmarkt“, sagte Ina Benad.

Die Arbeitsagenturen und Jobcenter informieren Alleinerziehenden zu passgenauen Maßnahmen oder regionalen Unterstützungsmöglichkeiten. Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt beraten Unternehmen zu familienorientierten Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Damit können sowohl die vorhandenen Mitarbeiter/innen im Unternehmen gehalten als auch neue Fachkräfte gewonnen werden.
Autor: red

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