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Fr, 13:31 Uhr
01.05.2015

Arbeitslosigkeit sinkt saisonbedingt

Der Frühling macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt im Bereich der Agentur für Arbeit Gotha bemerkbar. So sank die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Gotha und im Unstrut-Hainich-Kreis im April. „Beim Rückgang handelt es sich um einen normalen saisonalen Effekt, den wir jedes Frühjahr registrieren. Eine zusätzliche konjunkturelle Belebung ist derzeitig nicht erkennbar.

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So fiel der Rückgang der Arbeitslosigkeit geringer aus als im Vorjahr. Am stärksten sank die Arbeitslosigkeit im Unstrut-Hainich-Kreis im Bereich der Arbeitsagentur, wo Einstellungen für Erntehelfer und im Baubereich erfolgten. Im Landkreis Gotha war nur eine leichte Reduzierung der Arbeitslosigkeit spürbar. Die Jobcenter konnten von dieser Entwicklung nicht partizipieren“, lautet das Fazit von Ina Benad, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gotha. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand an Arbeitslosen um 3 Prozent, dagegen lag der Rückgang im letzten Jahr bei 11 Prozent.

Obwohl mehr Menschen eine neue Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt aufnehmen konnten, ist die Lage angespannt. „Wir stellen eine gewisse Sättigung des Marktes fest. Seit Jahresbeginn schaffte 6 Prozent weniger aus der Arbeitslosigkeit heraus einen neuen Job zu finden. Gleichzeitig melden uns die Unternehmen weniger offene Stellen als im Vorjahr. Hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Das Embargo gegen Russland und die Unsicherheiten im Euro-Raum sind nur zwei Faktoren“, sagte Ina Benad.

Arbeitslosigkeit
Im April waren 11.242 Menschen arbeitslos gemeldet, 392 weniger als im März und 329 weniger als im vergangenen Jahr. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat und liegt aktuell bei 8,6 Prozent. Im Vorjahresmonat betrug sie 8,8 Prozent. Während die Arbeitslosigkeit in der Arbeitsagentur sank, blieb sie bei den Jobcentern im Vergleich zum Vormonat unverändert. Im Unstrut-Hainich-Kreis sank die Zahl der Arbeitslosen um 307 Personen, im Landkreis Gotha um 85 Personen.

Bewegung auf dem Arbeitsmarkt
Auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich nach wie vor viel Bewegung. So änderte sich im April für jeden zweiten Arbeitslosen der Status.
Im April beendeten 3.082 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Von ihnen nahmen 1.271 Personen eine neue Erwerbstätigkeit auf, 562 mehr als im Vormonat und ebenso viele wie im vergangenen April.

2.690 Menschen meldeten sich im April neu oder erneut arbeitslos, darunter 892 aus einer Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt. Die meisten meldeten sich nach einer Beschäftigung in der Zeitarbeit (163), dem verarbeitenden Gewerbe (136), dem Handel (85) und im Baugewerbe (64) arbeitslos.

Unterbeschäftigung
Der Blick auf die Unterbeschäftigung bietet einen umfassenderen Eindruck der Lage auf dem Arbeitsmarkt. Neben Arbeitslosen werden hier auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im April bei 13.382, das waren 830 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigungsquote liegt bei 10,0 Prozent und damit unter dem Wert des Vorjahres (10,7 Prozent).

Langzeitarbeitslosigkeit
Zwar sank die Zahl der Langzeitarbeitslosen im April, aber noch immer ist jeder Dritte im Agenturbezirk Gotha länger als ein Jahr arbeitslos. „Von dem Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren die Langzeitarbeitslosen bislang nur im geringen Umfang. Je länger die Arbeitslosigkeit dauert, umso schwieriger wird es, einen neuen Job zu finden. Die Kenntnisse sind nicht mehr auf dem Stand, den die Unternehmen erwarten. Mit einer individuell auf den Kunden abgestimmten beruflichen Weiterbildung können diese auf den aktuellen Stand gebracht werden. Diese kann vor der Aufnahme einer Beschäftigung oder während der neuen Tätigkeit durch die Agentur für Arbeit oder die Jobcenter finanziert werden“, sagte Ina Benad.
4.144 Männer und Frauen im Agenturbezirk Gotha waren länger als ein Jahr arbeitslos, 272 weniger als im Vorjahr. Der überwiegende Anteil wird durch die Jobcenter betreut.

Entwicklungen in der Grundsicherung (Hartz IV)
Im April wurden 69 Prozent der Arbeitslosen von den beiden Jobcentern im Agenturbezirk Gotha betreut. Dies waren 7.753 Arbeitslose. Gegenüber dem Vorjahr sank die Anzahl um 167 Personen (- 2,1 Prozent).
Im April erhielten rund 20.357 Menschen in 11.347 Bedarfsgemeinschaften Arbeitslosengeld II. Damit waren 725 Personen weniger auf Grundsicherung angewiesen als vor einem Jahr.

Bestand in der Arbeitslosenversicherung sinkt deutlich
Die Zahl der Arbeitslosen, die von der Agentur für Arbeit Gotha betreut werden, sank in diesem Monat deutlich um 402 Personen gegenüber dem Vormonat. So waren 3.489 Menschen bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet, 162 weniger als im Vorjahr.
Im April erhielten 3.380 Personen Arbeitslosengeld aus der Arbeitslosenversicherung, 111 weniger als im Vorjahr.

Arbeitskräftenachfrage im ersten Quartal unter Vorjahresniveau
Die Zahl der neu gemeldeten Stellen stieg zwar gegenüber dem März um 78 an, liegt aber mit einem Rückgang von 162 erheblich unter dem Vorjahr. Private Unternehmen und öffentliche Einrichtungen meldeten der Agentur für Arbeit Gotha 720 neue Stellen. In den ersten vier Monaten wurden ein Fünftel weniger offene Stellen gemeldet, als im Vorjahreszeitraum.

Der Bestand an offenen Stellen nahm im April gegenüber dem Vormonat leicht zu. Der Agentur für Arbeit Gotha lagen zum Stichtag 1.631 offene Stellen zur Besetzung vor, 145 mehr als im Vormonat, aber 316 weniger als im Vorjahr.

Die meisten Stellen sind sv-pflichtige Jobangebote (93 Prozent). Gesucht werden fast ausschließlich gelernte Fachkräfte. Die meisten Jobangebote gibt es in der Zeitarbeit (475), im verarbeitenden Gewerbe (196), im Gesundheits- und Sozialwesen (174), im Gastgewerbe (114), im Handel (138), im Baugewerbe (111) sowie im Bereich Verkehr/ Lagerei (57).


Regionale Unterschiede
Im April sank die Arbeitslosenquote in beiden Landkreisen. Dabei fiel im Vergleich zum Vorjahr der Rückgang im Landkreis Gotha (-0,3 Prozentpunkte) stärker aus als im Unstrut-Hainich-Kreis (-0,1 Prozentpunkte). Der Landkreis Gotha lag mit einer Arbeitslosenquote von 7,2 Prozent unter dem Thüringer Durchschnitt (7,6 Prozent), während der Unstrut-Hainich-Kreis mit 10,4 Prozent über dem Thüringer Mittelwert rangiert.
Autor: red

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