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Do, 11:27 Uhr
05.04.2018
Verbraucherzentrale Hamburg rät zu nachhaltigem Modekonsum

Kleidung leihen statt kaufen

Mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit schaffen viele Verbraucher Platz im Kleiderschrank und stellen ihre Bekleidung auf die aktuelle Frühjahrs- und Sommermode um. Die Verbraucherzentrale Hamburg rät, Kleidungsstücke ökologisch und sozialverträglich anzuschaffen, beispielsweise indem man sie ausleiht und nicht kauft. Immer mehr Unternehmen bieten Kleidung im Verleih an...

Voller Kleiderschrank muss nicht sein (Foto: JamesDeMers/pixabay.com)
"Verleihsysteme sind eine komfortable und umweltfreundliche Alternative zum Klamottenkauf, die Ressourcen schont und Spaß bringt", meint Friederike Meyn von der Verbraucherzentrale Hamburg. Auf diese Weise hätten Verbraucher regelmäßig neue Möglichkeiten bei der Kleiderwahl und setzten gleichzeitig den Auswüchsen der Wegwerfgesellschaft etwas entgegen. Denn im besten Fall würden mehrere Personen ein und dasselbe Kleidungsstück nacheinander tragen. Das lässt den CO2- und Wasserabdruck der Textilien insgesamt sinken.

"Besonders Abendgarderobe, Umstandskleidung und Babykleidung werden meist nur für eine begrenzte Zeit benötigt. Gerade hier bieten sich die Angebote von Sharing-Plattformen als Alternative zum Kauf an", sagt Meyn. Doch auch für den Alltag findet sich bei den Verleihern passende Damen- und Herrenkleidung. Konditionen und Preise der Anbieter variieren. Verbraucher sollten daher entsprechend ihres individuellen Bedarfs das für sie passende Verleihmodell auswählen, auch einen Blick ins Kleingedruckte werfen und bei der Kleiderwahl auf umweltfreundliche Materialien und faire Herstellungsbedingungen achten, rät die Expertin.

Fast Fashion ist zum Symptom der modernen Wegwerfgesellschaft geworden. Etwa 70 neue Kleidungsstücke kauft jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Dabei landet zu Lasten von Umwelt und Textilarbeitern immer mehr Mode für immer weniger Geld in den Einkaufstüten. Sharing-Plattformen, aber ebenso die Weitergabe von Kleidung innerhalb der Familie, Kleidertauschpartys und Secondhand-Shopping sind gute Möglichkeiten, um den Modekonsum nachhaltiger zu gestalten.

Weitere Informationen zum Thema Kleidung und eine Liste mit verschiedenen Sharing-Plattformen ist zu finden auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de/kleidung
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