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Fr, 09:41 Uhr
14.07.2017
Bündnis Grundeinkommen wird wählbar

Ein Kreuz für das Grundeinkommen

Es ist geschafft! Das Bündnis Grundeinkommen wird es in Thüringen auf die Wahlliste für die kommende Bundestagswahl schaffen. Die nötigen Unterschriften hatte man schon vor einigen Wochen zusammen. Bevor man sein Kreuz im Herbst auch beim Bündnis Grundeinkommen wird setzen können, musste nur noch eine Hürde genommen werden...

Insgesamt 90 Tage lang waren 20 Helfer in ganz Thüringen unterwegs und warben dafür, das Grundeinkommen auf die Wahlzettel zu bringen. 2156 Stimmen hat man bekommen, 1843 hätte man maximal gebraucht. „Wir haben trotzdem noch weiter für das Grundeinkommen geworben“, sagt Susanne Schickschneit, Vorsitzende des Bündnisses.

Erfahrungsgemäß würden einige wenige Stimmen von den Meldebehörden und dem Landeswahlleiter aussortiert, so Schickschneit weiter, man habe ein Sicherheitspolster haben wollen. „Das es nun so viele Unterschriften mehr geworden sind, freut uns sehr. Es ist ein erster Erfolg für unsere junge Partei und einer für die unsere fleißigen Helfer größter Dank gebührt. Inzwischen hat das Bündnis alle Prüfungen bestanden und es ist amtlich: im September kann man seine Stimme auch für das Grundeinkommen einsetzen.

Mit der Unterschriftensammlung will man sich nicht zufrieden geben, das Ziel ist es über die Zweitstimme bei der Bundestagswahl genug Unterstützer und damit politische Relevanz zu finden um im Berliner Politbetrieb Druck auszuüben. „Das BGE gehört endlich auf die Agenda. Dafür und nur dafür treten wir an. Es ist an der Zeit das sich die große Politik endlich ernsthaft mit dem Thema befasst“, so Schickschneit weiter.

In den kommenden Wochen und Monaten will man über den Freistaat verteilt weitere Veranstaltungen und Informationsabende anbieten. Wer jetzt schon weitere Informationen rund um das Bedingungslose Grundeinkommen und das Bündnis haben möchte, wird unter www.buendnis-grundeinkommen.de fündig werden.
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Kommentare

14.07.2017, 10.17 Uhr
Gothe | Herzlichen Glückwunsch...
Meine Stimme habt Ihr....
14.07.2017, 11.25 Uhr
N. Baxter
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
14.07.2017, 11.48 Uhr
BGE- Pirat | Für ein Alter ohne Armut Grundeinkommen für alle
dann einfach mal die Zweitstimme für die Partei BGE
für eine gute Zukunft für alle Bürger.
14.07.2017, 12.56 Uhr
Friedrich I. | Nur Leistung zählt
Wer soll das Grundeinkommen erarbeiten, die Anderen?
14.07.2017, 13.20 Uhr
Wolfi65 | Nur nicht nervös werden
Wenn kein Geld mehr da ist, wird bei der EZB einfach neues gedruckt.
So hat dann jeder genug Geld in der Hand, um sich von Nichts, Nichts zu kaufen.
14.07.2017, 13.22 Uhr
Overhead | Friedrich I.
Die Idee des Grundeinkommens muss man verstehen. Ich frage mich, wer von den Kommentatoren sich ernsthaft mit dem Grundeinkommen auseinander gesetzt hat?
14.07.2017, 13.28 Uhr
N. Baxter | Falsche Suggestion
ganz genau, die Anderen erwirtschaften es und am Ende lockt es noch mehr Sozialtouristen an... daher meine Forderung: übersetzt eurer Programm in andere Sprachen, dann schafft ihr es auch!!!
14.07.2017, 13.35 Uhr
altmeister | Das Geld ist doch da
Wenn alle Grundleistungen des Staates durch diesen Grundbetrag abgedeckt sind, so erübrigt sich vieles, was durch den Staat erbracht wird und von Bearbeitern eingefordert, abgesprochen, bewilligt, kontrolliert und was weiß ich noch werden muss.
Leistungen, welche schon bezahlt werden fallen somit in diese Summe und es fallen eine nicht geringe Menge an Personalkosten nicht mehr an, welche somit auch dafür zur Verfügung stehen.
Als positiver Nebeneffekt werden unserem Arbeitsmarkt eine ganze Menge hochqualifizierter und motivierter Fachkräfte, welche ja freigesetzt werden, zur Verfügung stehen und der immer wieder beklagte Fachkräftemangel ist schnell behoben.
Das sind dann auch solche, welche immer darauf hingewiesen haben, dass ein Arbeitnehmer flexibel sein muss, auch längere Wege in Kauf nehmen sollte, man dahin ziehen sollte, wo die Arbeit ist, die Ansprüche nicht zu hoch sein sollten, also Leute die dazu stehen sollten, was sie von Anderen verlangt haben.
Also, wenn man es richtig nimmt, eine Win-Win Situation, welche doch nur zu begrüßen wäre!
Die interessante Frage ist, wer hat da wohl die größte Angst davor, dass so etwas kommen könnte?
14.07.2017, 13.39 Uhr
NDHler | Wolfi65
Das was sie da schildern hatten wir doch schon unter Honi!
Wir hatten Geld, konnten uns aber nichts kaufen!
14.07.2017, 16.08 Uhr
Frank1966 | Dieser Diskussion fehlen...
...einfach die Zahlen. Daran sind leider die Befürworter schuld, denn die Gegner vermuten ja nur Faulheit. Der Kommentar von altmeister trifft den Nagel auf den Kopf, ist sachlich und fachlich richtig. Bürokratie und Antragsflut wären auf einen Schlag beendet.
Also ich würde mich freuen, wenn die Initiatoren mal ein paar Zahlen liefern würden, worüber dann in der Sache diskutiert werden kann.
Und so lange die Alleinreisenden keinen Aufenthaltsstatus haben, haben diese auch keinen Anspruch. Dieses Thema gehört aber gesondert diskutiert, denn wir alle kennen die Fachkräftequote.
14.07.2017, 19.36 Uhr
Jäger53 | Geld fürs faulenzen
Ich habe mein leben lang auf dem Bau gearbeitet. Ich bin 64 Jahre alles tut weh , Gelenke sind hin
und die Wirbelsäule ist auch hin. Jetzt will diese Partei durchsetzen das fürs faulenzen ein
Grundeinkommen gezahlt wird. Armes Deutschland, über uns wird nur noch in Europa gelacht.
Wer soll das bezahlen wenn niemand mehr arbeitet. Mit Deutschland geht es sowieso zu ende,
egal aus welchen Gründen.
14.07.2017, 23.17 Uhr
BGE- Pirat | nicht fües faulenzen
was ist mit den frauen die 40 jahre gearbeitet haben und 2 kinder haten und dann mit 600 euro rente arm im alter sind ?
die jetzt zb. mit 50 schon 20 jahre zuhause sind die bekommen schon lange die 1000 euro.
finden sie das gut ?
mfg heiko
14.07.2017, 23.38 Uhr
stewo | In den Nordischen Ländern...
Funktioniert das auch. Ich bin dafür und setze ein Kreuz.
15.07.2017, 00.27 Uhr
Micha123 | Beide Seiten verstehen
Bisher war ich selbst immer im Zwiespalt, wenn es um das Thema BGE ging. Der, der immer gearbeitet hat - dem geht da nur eine Sache durch den Kopf "Geld fürs Faulenzen". Doch schnell kann sich auch dessen Blatt wenden und er sieht es mit anderen Augen.

Ein Beispiel aus dem Bekanntenkreis:
Mann Ende 50, fast 40 Jahre berufstätig, Einkommen im Bereich des heutigen Mindestlohnes. Der Arbeitgeber musste vor 2 Jahren alle entlassen. Seitdem bezog der Mann ALG 1.
Aus gesundheitlichen Gründen kann er seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben. Er lebt im eigenen Haus, vor einigen Jahren zog sein pflegebedürftiger Vater, der Sohn übernimmt dessen Pflege.
Der Mann beantragte die Rente - diese wurde abgelehnt. Eine Umschulung oder dergleichen bietet ihm das Arbeitsamt nicht an.
Einen Job in der Region fand er nicht (da er durch die Pflege des Vaters - zum Beispiel nicht in Schichten arbeiten kann).
ALG 1 erhält er jetzt nicht mehr. Die Arbeitsagentur ist der Auffassung, dass er sein Haus verkaufen könnte, den Vater in ein Pflegeheim bringt und er von hier weg zieht - dorthin wo es einen Job gibt.
Im Moment ist er überhaupt nicht mehr sozial abgesichert - keine Krankenversicherung etc.

Das alles ist passiert, obwohl er eben sein Leben lang gearbeitet hat. Sich eine Existenz geschaffen hat und diese nun unverschuldet am Ende ist.
Jedem kann es so gehen. Der Mann faulenzt nicht und hat es nie getan.
Ein Grundeinkommen wäre da genau angebracht. Ich kann und will mir nicht vorstellen, wie es ihm psychisch ergeht. Vor allem durch die plumpen Aussagen der Ämter. Welche sich dann noch Lobpreisen und sagen "wir bezahlen ihnen auch den Umzug"...

Man muss das BGE von beiden Seiten her sehen und verstehen.
15.07.2017, 11.20 Uhr
takuma | auch von mir ein gibt`s ein Kreuz !!!
Wer es satt hat von den etablierten Parteien weiterhin geknechtet und verschaukelt zu werden , setzte sein Kreuz für das BGE.
15.07.2017, 13.44 Uhr
Joerg B. | @ „Jäger53“ (Nicht nur!)
„Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen,
So wie sie es mit uns heute immer noch tun,
Und du hast ihnen alles gegeben:
Deine Kraft, die Gesundheit, dein Leben.“

(Frei nach dem Refrain von „Es ist an der Zeit“ von Hannes Wader. Schön illustriert z.B. unter https://www.youtube.com/watch?v=ITBWhkz6ezE Auswahl wegen den explizit dargestellten Völkermördern.)

Mit einem garantierten existenzsichernden Grundeinkommen ohne Bedürftigkeitsprüfung müsste man/frau nicht mehr in jeder „Knochenmühle“ anheuern.

Allerdings ist jedes Volk erst mal selbst gefordert, sich einen Sozialstaat zu erkämpfen, der diesen Namen wirklich verdient. Eine unkontrollierte Zuwanderung in ein solches Sozialsystem muss aber verhindert werden, denn sie würde unser Sozialsystem überfordern und letztlich zerstören, was auch den Zuwanderern schaden würde.

Sehr wohl aber können und sollten andere Völker bei der Schaffungen eines eigenen Sozialsystems tatkräftig unterstützt werden. Was aber tut die Merkel-Administration? Sie wälzt sich vor den schlimmsten Diktatoren der Welt im Staube und erlaubt und fördert auch noch Waffenlieferungen an Terrorstaaten, z.B. die Türkei!
15.07.2017, 15.08 Uhr
Mueller13 | Unverändert Schwachsinn!!!
Seit unserer ersten Diskussion frage ich nach der konkreten Ausgestaltung. Seit der ersten Diskussion kommt von der Befürworterseite NICHTS.
Es ist einfach nur sozialromantischer Schwachsinn mit einem sozialistisch-kommunistischen Einschlag.
Im Moment haben wir ein Sozialsystem, das an Bedürftigkeit ausgerichtet ist. Geht es nach dem BGE wird diese Bedürftigkeit einfach auf alle übertragen. Warum haben wir denn so ein komplexes Hilfesystem? Aus Gründen der Gerechtigkeit! Es soll also nur denjenigen geholfen werden, die nicht selbst für sich sorgen können, aber nicht jedem Faulpelz.

Es ist unfinanzierbar und es bleibt unfinanzierbar. Was ihr wollt, ist mehr Kohle für alle.-Jedem sollte klar sein, dass dies NIE funktionieren kann. Jedem sollte klar sein, dass irgendjemand immer die Rechnung zu zahlen hat. Auch dieses permanent vorgetragene Argument, dass es sich durch Abbau von Bürokratie selbst refinanzieren würde, ist einfach nur Unsinn.

Die mit Abstand größte Behörde der bRD ist die Arbeitsagentur mit etwas unter 100.000 Angestellten. Nun sind aber von dieser größten Behörde nicht alle mit Berechnung und Kontrolle von Geldern beschäftigt, sondern vielleicht nur die Hälfte. Wir haben rund 3Mio Arbeitslose und vielleicht doppelt soviele H4. Also packen wir auf die 50.000 der Arbeitsagentur nochmal 100.000 in den lokalen H4-Agenturen dazu =150.000 gesamt und weil wir auch den letzten Zweifel beseitigen wollen, verdoppeln wir die Anzahl der Verwalter auf 300.000... ach, packen wir nochmal 200.000 drauf, dann sind wir bei 500.000 und jetzt gehen wir davon aus, dass jeder dieser 500.000 Verwalter 4.000 Euro kostet. Dann können wir mit Einsparungen in diesem Kostenblock 2Mio Menschen refinanzieren... und nun??? Wo kommt die Kohle für den Rest her???

There is NO free Lunch!!! Irgendjemand muss die Rechnung bezahlen und das können nur diejenigen sein, die Werte erschaffen, die sind aber regelmässig schon maximal belastet. Mehr kann man denen nicht wegnehmen (ein halbwegs gutverdienender Single gibt mittlerweile mindestens 70-75% seines Gesamtgehaltes an den Staat ab). Nehmt ihm mehr ab und er geht in ein Land, in dem man ihm wenigstens 50% lässt...

Warum wird eigentlich hier immer wieder für diesen Unsinn geworben? Vor allem im Zusammenhang mit offenen Grenzen, kann soetwas nicht funktionieren.
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